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20.11.2015

Der Titelverteidiger hat es schwer

Dem Titelverteidiger eines Turniers gebührt immer ein extra Blick. Beim ebm-papst Hallenmasters besonders. Er hat eine schwere Bürde. Denn bis zur 14. Auflage, die am 6. und 9. Januar stattfindet, hat noch keine Mannschaft bei den A-Junioren zwei Mal in Folge gewinnen können. Auf den ersten Blick gesehen, wird dies auch in diesem Jahr ein schweres Unterfangen. Denn im Vergleich mit den anderen Teilnehmern spielt der Karlsruher SC auf dem Feld eine eher schwache Rolle.

 

Das Team von Trainer Ramon Gehrmann ist nach zehn Spieltagen Vorletzter der Bundesliga Süd/Südwest. Vergangene Saison stand der KSC in der Endabrechnung noch auf Rang zwei – und holte sich in der Winterpause den Titel beim ebm-papst Hallenmasters in der Mulfinger Gerhard-Sturm-Halle. „Wir sind hergefahren um zu gewinnen“, sagte Trainer Tim Walter damals. Und er lobte das Turnier: „Es herrscht eine gute Stimmung, ein toller Anheizer ist da. Für die Verletzungsprophylaxe ist es gut, dass auf Kunstrasen gespielt wird.“

Walter wird dieses Jahr allerdings nicht mehr in Mulfingen zu Gast sein. Er hat zum FC Bayern München gewechselt. Für ihn hat Ramon Gehrmann die A-Jugend des KSC übernommen. Wie für Walter geht es auch führ ihn darum, die Nachwuchsfußballer auf den Profialltag vorzubereiten. Gehrmann trainierte bis kurz vor dieser Saison noch den Oberligisten SGV Freiberg und war davor im Jugendbereich des VfB Stuttgart tätig. Aus dieser Zeit kennt ihn auch noch Tizian Amon. Der Dörzbacher wechselte dann von den Schwaben zum KSC und spielt mittlerweile in der Oberliga beim FSV Hollenbach. „Er war ein extrem sympathischer Trainer, ein Kumpeltyp“, sagt Amon. Dieses Jahr würde der Dörzbacher gerne beim Aktiventurnier am 9. Januar mit den Hollenbachern auflaufen.

Er kennt das Nachwuchsleistungszentrum in Karlsruhe noch allzu gut. Mit etwas Abstand betrachtet er die Zeit gerne: „Ich habe viel mitgenommen. Fußballerisch aber auch für die Persönlichkeitsentwicklung. Ich musste frühzeitig lernen Entscheidungen zu treffen, war weg von zu Hause.“ Doch es war eine schwere Zeit. „Dort überleben nur die, die überleben wollen“, sagt Amon. Er hatte neben den täglichen Trainingseinheiten in Karlsruhe noch eine Ausbildung zu absolvieren. „Man wird schon mit 13, 14 oder 15 Jahren aufs Profileben vorbereitet. Mal mit Kumpels weggehen ist da schwierig, auch am Wochenende gab es kaum einen freien Tag“, erzählt er. Umso mehr schätzt Amon, der BWL in Würzburg studiert, mittlerweile seine Freizeit, seine Freiräume. Mit Oberliga-Fußball ist das Studium durchaus vereinbar.

Für die Karlsruher Spieler, die in diesem Jahr beim Hallenmasters dabei sein werden, ist dies anders. Sie alle träumen noch davon, irgendwann einmal den Sprung in den Profi-Bereich schaffen zu können. Und in Mulfingen waren in den vergangenen Jahren immer wieder spätere Bundesliga- oder gar Nationalmannschaftsspieler zu sehen. Zum Beispiel Marc-Andre ter Stegen, Lars Unnerstall, Tony Jantschke, Marco Russ, Stefan Bell, Lewis Holtby, Lars Stindl, Roman Neustädter oder Stefan Freis – um nur einige zu nennen.

„Es geht im Nachwuchsbereich um die Ausbildung. Der Erfolg ist wichtig aber nicht das Entscheidende. Das Ziel muss es sein, die Jungs nach oben zu bringen, das steht über Allem“, sagte Walter. „Davon leben ja auch die Vereine.“ Und die Nationalmannschaft profitiert am Ende davon. Deshalb sind die 36 Vereine der ersten und zweiten Bundesliga auch zum Aufbau eines Jugendleistungszentrums verpflichtet. Derzeit gibt es in Deutschland 54 Leistungszentren. Neben den 36 Lizenzvereinen führen elf Vereine der 3. Liga und sieben in den Regionalligen ein anerkanntes Leistungszentrum.

Im Karlsruher Leistungszentrum sind derzeit zehn Teams von der U10 bis zur U23 unter der Leitung von Nachwuchskoordinator Edmund Becker beheimatet. Hinzu kommen acht Partnervereine und vier Partnerschulen. Nachwuchsleistungszentrum am Wildparkstadion ist auch infrastrukturell gut aufgerüstet, mit: zehn Umkleidekabinen, ein Kraftraum, ein Lernraum ein Physiotherapieraum, ein Lounge-Raum mit Tischkicker sowie Schiedsrichter-Umkleide und Büros.

Ob der Weg dann wirklich nach oben geht, liegt an den Spielern – und etwas am Glück.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ebmpapst-hallenmasters.de

Hauke Hannig
Pressesprecher ebm-papst Unternehmensgruppe
Phone: +49 7938 81-7105
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ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG
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74673 Mulfingen