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13.12.2012

Kann der FSV Hollenbach wieder einen Erstligisten schlagen?

Mulfingen, den 12.12.2012 Nach dem Abpfiff tobte das Publikum und verwandelte die Gerhard-Sturm-Halle in ein Tollhaus. Auf dem Platz jubelnde Hollenbacher. Der Grund: Der Lokalmatador und krasse Außenseiter FSV Hollenbach hatte beim hochkarätig besetzten A-Junioren-Turnier 2012 die Mannschaft vom großen VfB Stuttgart mit 4:2 geschlagen und damit als erster regionaler Vertreter überhaupt beim ebm-papst Hallenmasters die K.O.-Runde erreicht.

Es war eine echte Sensation, was die A-Junioren vom FSV Hollenbach geschafft hatten. Vereinzelt war es den regionalen Vertretern zwar schon gelungen, Siege gegen die „Großen“ zu feiern, doch ein Weiterkommen schien bislang fast unmöglich.

Karlheinz Weidmann, Vereinsvorsitzender des FSV Hollenbach, wäre 2013 schon zufrieden, wenn sich seine A-Junioren „achtbar schlagen“. Ein Ergebnis wie im Vorjahr wäre ein Riesenerfolg. Für die erste Mannschaft, die beim Turnier der besten regionalen Mannschaften startet, ist hingegen das Halbfinale das Mindestziel. Schließlich spielt das Team von Trainer Ralf Stehle in der Oberliga Baden-Württemberg und ist somit Top-Favorit auf den Turniersieg.

Der FSV Hollenbach ist für Talente in der unmittelbaren Region von 20 bis 25 Kilometern ein Glücksfall. Die von JAKO-Gründer Rudi Sprügel initiierte Fußballschule nimmt nämlich diese begabten Nachwuchsspieler auf, um sie in den Jugendmannschaften des FSV weiter zu fördern. Dazu Sprügel: „Ich war selbst Zweitliga-Fußballer und wollte dem Fußballsport etwas zurückgeben“. Von der Fußballschule profitieren aber auch die anderen Amateurteams in der Region, weil nicht alle Jugendspieler den Sprung in die Oberliga-Mannschaft schaffen und die gut ausgebildeten Akteure sich so bei den kleineren Vereinen einquartieren. „Wir würden uns natürlich wünschen, dass jedes Jahr mehrere Spieler den großen Sprung in die Erste schaffen, doch das ist utopisch“, verrät Weidmann.

Immerhin haben zwei der absoluten Führungsspieler aus der A-Jugend schon des Öfteren Oberligaluft schnuppern dürfen und bereits mehrere Einsätze in Deutschlands fünfthöchster Spielklasse hinter sich - Daniel Schmelzle aus Amrichshausen und Benjamin Kurz aus Gerabronn.

„Natürlich würden wir unsere hochtalentierten Jugendspieler gerne halten, aber wir legen ihnen auch keine Steine in den Weg“, erklärt Weidmann.

Schon zahlreiche Jugendspieler wechselten im Laufe der Jahre insbesondere zur Jugend des VfB oder der TSG Hoffenheim. Marc Ristl aus Blaufelden beispielsweise kam aus der C-Jugend des FSV zum VfB und absolvierte inzwischen U15-Länderspiele für die deutsche Elf. Florian Ruck aus Markelsheim und Kevin Conrad gingen zur U23 der Hoffenheimer und standen schon im Kader des Bundesligateams der Kraichgauer.

Langfristig will Hollenbach seine Stammmannschaft aus Spielern der eigenen Jugend bilden. „Momentan stehen sieben, acht Spieler aus der Jugend im Kader“, bilanziert Weidmann erste Erfolge. Ein Aufstieg in die nochmals deutlich professionellere Regionalliga ist aus finanziellen und organisatorischen Gründen nicht geplant. Die A-, B- und C-Jugend sollen sich idealerweise in den aktuellen Klassen halten. „Alle drei Teams sollen überregional spielen, einem Aufstieg in die Junioren-Oberliga eines unserer Jugendteams wären wir aber auch nicht abgeneigt“, erklärt der Vereinsvorsitzende des FSV.

Für das ebm-papst Hallenmasters haben sich seine Schützlinge einiges vorgenommen: „Sie sind schon jetzt heiß darauf“. Die Stärken seiner A-Junioren sieht er in der mannschaftlichen Geschlossenheit und weist darauf hin, dass einzelne Ausfälle bislang gut kompensiert werden konnten: „Der erste Platz in der Verbandsstaffel Nord ist schon ein echtes Ausrufezeichen“.

Seit 11. Dezember können die Fans bei Sport Steinbach in Künzelsau, bei Sport Rizza in Niederstetten und bei der Raiffeisenbank Kocher-Jagst in Mulfingen Sitzplatzkarten für das A-Junioren-Turnier erwerben. Stehplatzkarten gibt es an der Tageskasse. Eintrittskarten für das Turnier mit den besten regionalen Amateurmannschaften bekommen Zuschauer nur am 6. Januar an der Tageskasse.

Hauke Hannig
Pressesprecher ebm-papst Unternehmensgruppe
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